Patchli

Wer denkt bei euch an alles?

Der Mental-Load-Test: In 2 Minuten siehst du schwarz auf weiß, wie viel von der unsichtbaren Familienarbeit auf deinen Schultern liegt.

Kostenlos · anonym · 8 kurze Fragen

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Mehr über Mental Load.

Was ist Mental Load?

Den Geschirrspüler räumt irgendwer aus. Dass das Spülmittel zur Neige geht, hat jemand im Kopf — Tage bevor die Flasche leer ist.

Das ist Mental Load: die Denkarbeit vor der Arbeit. Woran gedacht werden muss, wann, von wem. Der Elternabend am Dienstag. Die Sportsachen, die freitags sauber sein sollen. Das Geschenk für den Kindergeburtstag am Samstag, an das vor drei Wochen schon jemand gedacht hat.

Wer eine Aufgabe erledigt, sieht man. Wer daran gedacht hat, sieht keiner. Deshalb taucht dieser Teil in keiner Aufgabenteilung auf — und deshalb liegt er in vielen Haushalten fast vollständig bei einer Person.

Der Begriff kommt aus der Forschung zu unbezahlter Arbeit. Im Alltag heißt er meistens anders: „Ich muss an alles denken."

Was dein Ergebnis bedeutet.

Die acht Fragen messen nicht, wer was tut. Sie messen, wer daran denkt. Daraus wird ein Prozentwert, und der fällt in einen von vier Bereichen.

  • 0 bis 33 %Das eingespielte Team. Schön — bei euch tragen mehrere mit.

  • 34 bis 60 %Die heimliche Hauptlast. Du trägst spürbar mehr als die Hälfte des Unsichtbaren — und das Unsichtbare sieht selten jemand.

  • 61 bis 85 %Das Familien-Gehirn. Fast alles läuft über dich.

  • 86 bis 100 %Die Ein-Personen-Zentrale. Du hältst praktisch alles allein zusammen.

Ein hoher Wert sagt nichts darüber, ob ihr etwas falsch macht. Er sagt, wie ungleich das Unsichtbare verteilt ist — und das lässt sich ändern, sobald man es sehen kann.

Worüber ihr reden könntet.

Ein Ergebnis allein ändert nichts. Es hilft das Gespräch danach, und das läuft leichter, wenn es nicht bei „du machst zu wenig" anfängt.

Drei Fragen, die weiterbringen:

  • Welche drei Sachen hattest du diese Woche im Kopf, ohne dass jemand davon wusste?
  • Was davon könnte jemand anderes übernehmen — mitsamt dem Daran-Denken?
  • Woran merkt ihr beide, dass es übernommen ist?

Die dritte Frage ist die wichtige. Eine Aufgabe abzugeben heißt, auch das Erinnern abzugeben. Bleibt das Erinnern hängen, bleibt die Denkarbeit da, wo sie war.

Genau daran setzt Patchli an: Was im Kopf einer Person liegt, wandert an einen Ort, den alle sehen. Termine, Aufgaben, der Einkauf. Wer dran ist, steht dabei.